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The best way to go....

Verschwörung & Co....

The best way to go…
November 23, 2008 von nachtstrom

Ein historisches Foto als finstere (und irgendwie schwarzhumorige) Vorahnung eines tödlichen Schicksals: John Lennon macht im Jahr 1967 Späße am Set der Dreharbeiten zum Beatles-Streifen “Magical Mystery Tour” – hinter ihm das Werbe-Schild eines Bestattungsunternehmers mit dem Text: “The Best Way To Go Is by M D C“.
13 Jahre später, am Abend des 8. Dezember, verblutet Lennon mit fünf Einschußlöchern im Rücken am Boden vor seinem Wohnhaus, dem “Dakota Building” in New York, während jener M D C (Mark David Chapman) ganz ruhig neben ihm steht und bis zum Eintreffen der Polizei in einer Taschenbuchausgabe von J.D.SalingersDer Fänger im Roggen” blättert.

Kurz vor seinem Tod: Lennon gibt seinem Killer ein Autogramm

Tu es Tu es Tu es Tu es Tu es“. MDC hatte eine Stimme gehört, erzählt er später in einer BBC-Dokumentation. Und zwar als Lennon an ihm vorbeiging, und danach wurde es totenstill in seinem Gehirn: kein Zorn, kein Hass, keine Gedanken, nichts. Er kann sich nicht mehr erinnern, wie er die Pistole zog, in Combat-Stellung gegangen ist, “Mr. Lennon?” gerufen hat und den verehrtesten Rockstar der Welt getötet hat.

Nach der Tat: Chapman wird abgeführt

MDC ist ein perfektes Beispiel eines programmierten Attentäters(1): er gleicht darin Sirhan Sirhan, der am 5. Juni 1968 in einem Hotel in Los Angeles den Senator und Präsidentschaftskanditaten Robert F. Kennedy erschossen hat. Sirhan befand sich bereits vor der Tat in einem Trance-artigen Zustand; an die Schüsse, die er abgegeben hatte, konnte er sich danach niemals erinnern. Nach seiner Verhaftung fand man ein Notizbuch bei ihm, voll mit seltsamen Kritzeleien, die seinen Psychiater Dr. Bernard Diamond (der interessanterweise auch Chapman nach dem Lennon-Mord untersuchte) davon überzeugten, daß Sirhan schon länger unter irgendeiner Form von Bewußtseinskontrolle gestanden haben muß.

Sirhan Sirhan

MDC ist ein perfektes Beispiel eines programmierten Attentäters(2): der schüchterne, dickliche junge Mann arbeitete als Aufseher und Berater der Jugendorganisation YMCA (laut dem Buch „Inside the Company” des ehemaligen CIA-Agenten Philip Agee wurde der YMCA vom CIA als Tarnorganisation benutzt), reiste in der Weltgeschichte umher und lebte in den 1970ern eine Zeit lang in Beirut, just als der CIA dort eine Trainingsschule für Attentäter unterhielt (Quelle: Jim Keith, “Bewusstseinskontrolle“, Edition Jonathan May, 1998).

Mark David Chapman, Foto von 1975

Nach seiner Rückkehr hatte sich der bis dahin als äußerst friedfertig geltende Chapman verändert: Er zeigte großes Interesse an Waffen, und unter dem Einfluss seines plötzlich wiederaufgetauchten Jugendfreundes „Gene Scott” (eine rätselhafte Persönlichkeit, bis heute nur unter diesem Pseudonym bekannt) kündigte er seine bisherige Arbeit und nahm einen kurzzeitigen Job als Leibwächter an. Über weitere Arbeitsstellen Chapmans in den späten 70ern weiß man wenig- wie andere „Attentäter” vor ihm scheint er allerdings trotz mangelnder Beschäftigung sowohl Geld als auch Reisepässe im Überfluss besessen zu haben.

Ein Leben hinter Gittern: MDC 1980, 1998, 2003

Zu dieser Zeit begannen ihn auch mentale Probleme zu quälen – er wechselte ständig den Wohnort und wies sich selbst in zahlreiche psychiatrische Institutionen ein- ein perfektes Setting für die Programmierung eines Mordauftrags in seinem Kopf. Ab einem bestimmten Zeitpunkt entwickelte er damals übrigens auch jene Fixation auf J.D.Salingers Buch „Der Fänger im Roggen“, in welchem er am Tatort gelesen hat.

Politische Aktivisten: John und Yoko

Warum mußte John Lennon sterben? Zahllose Stimmen haben seit dem Tod des Ex-Beatle darauf hingewiesen, wie sinnlos es doch gewesen sei, einen harmlosen alternden Rockstar zu töten. Lennon allerdings war für das Establishment ziemlich gefährlich: als politischer Aktivist und erklärter Kriegsgegner war er jederzeit dazu imstande, bei einer massiven Vielzahl von jungen (und älteren) Menschen rund um den ganzen Erdball Gehör und Bestätigung für seine politischen Anliegen zu finden.
Lennon stand seit seinem Umzug von England in die USA unter ständiger Beobachtung durch CIA und FBI, (die eine mehr als 300-seitige Akte über seine Aktivitäten angelegt hatten). Obwohl Lennon sich in den Jahren vor 1980 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte (laut dem Buch „The Last Days of John Lennon” seines letzten Sekretärs Frederic Seaman hatte der müde und paranoid gewordene Musiker quasi als freiwilliger Gefangener von Yoko Ono in der eigenen Wohnung gelebt – er verbrachte seine Tage kettenrauchend im Bett vor drei bis zum Anschlag laut gedrehten Großbildfernsehern), gelang ihm 1980 sein großes musikalisches Comeback. Er kündigte an, auch wieder auf die politische Bühne der Gegenkultur zurückzukehren – und könnte damit sein eigenes Todesurteil unterschrieben haben.

Quelle: http://obskuristan.com


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